Die Reise für die Unterliga-Mannschaft ins benachbarte Gailtal in der zweiten Runde wurde für die Denksportler aus Nußdorf-Debant mit einem Erfolg belohnt.
Es sollte lange dauern, bis die Punkte an diesem Tag verteilt wurden. Sage und schreibe 5,5 Stunden sollte die letzte Partie zwischen Emil Vergeiner und Marco Unterweger dauern – dazu aber später mehr.

Fangen wir am Spitzenbrett an. Dort duellierten sich CM Alexander Götz und Christoph Wurm. Christoph konnte mit all seiner Erfahrung eine eher passiv wirkende Stellung ohne Mühen verteidigen und am Ende seine Türme gekonnt aktivieren. Für genügend Gegenspiel für einen Sieg reichte es zwar nicht, dennoch eine starke Partie von beiden Spielern.
Dahinter bekam es AFM Michael Plössnig mit Konstantin Meglitsch zu tun. Eine intensive Eröffnungsphase und ein kurzes Mittelspiel später, wurden auch schon die Punkte geteilt. Beide dürften zufrieden mit dem Ergebnis sein.
Auf Brett drei kam es gefühlt zu einem wahren Klassiker. Martin Oberbichler und Josef Berger kennen sich schon fast 30 Jahre. Wohl kaum einen anderen Gegner hatte Martin am Brett öfter gegenübersitzen. Wie in den meisten Duellen endete auch dieses Mal die Partie mit einem Remis.
Dahinter konnte Florian Pfurner eine starke Serie weiter aufrechterhalten. Mit den weißen Steinen nutzte er die Passivität seines Gegenüber gekonnt aus, entdeckte zum krönenden Abschluss eine schöne Taktik mit dem Springer und konnte sogar ein nicht gesehenes Matt (dafür aber eine gratis Dame) verschmerzen. Es war zudem auch die erste Partie an diesem Tag, die zu Ende war.

Kurz darauf konnte sich auf Sektionsleiter Robert Oberbichler über einen Punktezuwachs auf dem Mannschaftskonto freuen. Er steuerte ein nie gefährdetes Remis gegen Ronald Ortner bei. Ein auf dem Papier gerechtes Ergebnis.
Ein Duell „Erfahrung gegen Jugend“ sollte es auf Brett sechs geben. Raphael Meier bekam es mit Margit Berger zu tun. Raphael kam gut aus der Eröffnung und gab wenig später einen Turm für zwei Figuren her. Diese setzte er gekonnt ein, um seiner Gegnerin immer weniger Raum zu geben. Am Ende übersah diese in verlorener Stellung ein Schach und musste sich auch noch von ihrer letzten Hoffnung auf ein Remis verabschieden. Ein starker Sieg von Raphael.
Ähnlich stark spielte auch Simon Stocker. Auch er bekam es mit einer wahren Schach-Legende zu tun: Peter Lederer. Beide schenkten sich nichts, konnten aber auch keinen entscheidenden Vorteil erspielen. So blieb am Ende das logische Ergebnis: Remis.
Ein wahres Wechselbad der Gefühle sollte an diesem Tag Emil Vergeiner erleben. Er hatte sich bis ins Mittelspiel von zwei Bauern verabschieden müssen und versuchte, eine schwierige Stellung zu halten. Ungleichfarbige Läufer sollten dies ein wenig erleichtern. Emil kam jedoch immer besser ins Spiel, konnte zwei verbundene Freibauern immer weiter nach vorne schieben und ließ es so wirken, als ob die Stellung nun zum Erfolgserlebnis werden sollte. Im Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm versuchte Emil noch alles, um ein Matt zu finden. Doch stattdessen endete die Partie mit einem Schock: Emil vergaß für einen Moment die Zeit, und diese lief schließlich aus. Eine bittere Niederlage, trotz einer äußerst kämpferischen Leistung.
Am Ende sollte es dennoch zu einem knappen 4,5:3,5 Auswärtssieg reichen. Mit dem zweiten Erfolg im zweiten Spiel liegt der Debanter-Achter weiter ganz oben dabei. Hier geht’s zu den Ergebnissen.
Bericht: Martin Oberbichler, Fotos: Robert Oberbichler
One response
Ein toller Bericht, schön zu lesen, dass auch die erste Mannschaft weiterhin so erfolgreich spielt. Schade um die letzte Partie, die auf Zeit verloren ging, kann aber natürlich passieren. Hoffentlich geht’s so weiter