Turnierbericht von Simon Stocker, dem frisch gekürter Landesmeister im Schnellschach U 14

Ein wunderschönes Ambiente, konzentrierte Stille im Turniersaal und jede Menge Spannung auf den Brettern – das 4. Salamanca Schnellschach Open bot alles, was das Schachherz begehrt.

Gespielt wurden 7 Runden im Modus 10+10, mit insgesamt 62 Teilnehmern, die Auswertung erfolgte in den Elo-Gruppen A (>1900 Elo), B (<1900 Elo) und C (<1500 Elo).

Für mich war die Ausgangslage klar: Das Vorjahresergebnis von 2,5 Punkten (inklusive eines spielfreien Punktes) sollte diesmal übertroffen werden. Ein realistisches, aber dennoch herausforderndes Ziel.

Zwischen Hoffnung und Realität:

Gegen die starken Gegner Ernst Maierhofer (1814) und Petra Daxkobler (1708)

waren die Rollen klar verteilt. Trotz kämpferischer Partien musste ich hier die Überlegenheit anerkennen.

Besonders schmerzlich war jedoch die Partie gegen

Elena Baurecht (1422).

Auf Augenhöhe gespielt, Chancen auf beiden Seiten, doch am Ende entschied nicht das Brett, sondern die Uhr. Eine Niederlage durch Zeitüberschreitung.

Auch gegen einen bekannten Kontrahenten, Dr. Gerhard Grubauer (1763),

mit dem ich in der Vergangenheit bereits einige Duelle im Blitz und Klassisch ausgetragen hatte, lief es diesmal nicht nach Wunsch.

Kämpfergeist und schöne Siege:

Umso wichtiger waren die Pflichtsiege gegen Nerminko Karabegovic (0) und Benjamin Kratzer(0), die ich beide mit sehenswerten Mattangriffen für mich entscheiden konnte und die mein Selbstvertrauen stärkten.

Der Höhepunkt folgte jedoch in der Schlussrunde gegen Timo Unterasinger (1473).

Ein Duell, gegen einen gut bekannten Gegner. In der schottischen Eröffnung gelang es mir, Druck aufzubauen, bis ihm ein entscheidender Fehler unterlief. Der Verlust eines Springers.
Diesen Vorteil ließ ich mir nicht mehr nehmen. Ein Sieg, der sich nicht nur auf der Tabelle, sondern auch emotional besonders gut anfühlte.

Mein Ziel erreicht und mehr:

Am Ende standen 3 Punkte auf dem Konto, Ziel erreicht, Vorjahresleistung übertroffen. Doch es kam noch besser. Ich belegte den 1. Platz in Gruppe C, mit einem halben Punkt
Vorsprung in der Feinwertung vor dem Zweitplatzierten und gewann mein erstes Preisgeld von 80 Euro.

Ein Ergebnis, das mich wirklich überglücklich macht und für zukünftige Turniere sehr motiviert.

Fazit:

Das Turnier war geprägt von guter Laune, spannenden Partien und einer großartigen Atmosphäre in historischer Kulisse. Genau solche Veranstaltungen sind es, die für mich den Reiz des Schachs ausmachen.

Der Gesamtsieg ging an Vladislav Gubarev, während der Vorjahressieger Vladimir Hresc diesmal den 5. Platz belegte.

Ein Turnier, an das ich mich sehr lange erinnern werde. Mit dem erfolgreichsten Wochenende meiner bisherigen Schachkarriere.

Bericht und Bilder: Familie Stocker

Alle Ergebnisse: https://chess-results.com/tnr1351768.aspx?lan=0

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