Christopher, Konstantin, Magnus, Florian, Simon und Robert waren mit dabei und berichten jeweils aus ihrer ganz persönlichen Sicht.

Der Jüngste, Konstantin Stadler(10), beginnt:

Ich fand es richtig toll, dass wir jeden Tag mit dem Verein essen gegangen sind. Die gemeinsamen Frühstücke, Mittagspausen und Abende waren sehr spannend und lustig. Besonders cool waren die Geschichten von Magnus, Robert und Florian über Schach und andere Sachen.

Es hat mir auch viel Spaß gemacht, die Partien meiner Vereinskollegen anzuschauen. Außerdem konnte ich zum ersten Mal einem Schachgroßmeister beim Spielen zusehen. GM Igor Glek hat das A-Turnier mit 4,5 von 5 Punkten gewonnen.

Für mich war es das erste Turnier in einem Hauptfeld, nämlich in der B-Gruppe. Ich war einer der jüngsten Teilnehmer. Mit meinem Ergebnis bin ich leider nicht ganz zufrieden. Das Turnier hat mir gezeigt, dass ich meine Eröffnungen noch besser lernen muss. Außerdem muss ich noch viel Taktik trainieren, damit ich meine guten Stellungen auch in Siege umwandeln kann.

Am Ende habe ich einen Punkt aus 5 Partien geholt und den 41. Platz erreicht. Trotzdem habe ich viele wichtige Erfahrungen gesammelt und freue mich schon auf mein nächstes Turnier.

Bericht von Simon Stocker, 14:

Vom 31. Juli bis zum 2. August nahm ich zusammen mit Magnus, Robert, Christopher, Konstantin und Florian am Kufsteiner Schach-Open teil.

Nach der Ankunft begann das Open in der Sportmittelschule in Kufstein  um 16:00 Uhr. Gespielt wurden 5 Runden mit einem Zeitmodus von 90min/+30s.

31. Juli

Am ersten Tag des Schach-Opens begegnete ich meinem ersten Gegner, dem lieben Franz Schett (1576 Elo). Wir unterhielten uns vor dem Spiel für eine Weile, bis wir beginnen durften.

Mag. Schett, der Weiß spielte, begann mit e4, worauf ich mit der Caro-Kann-Verteidigung antwortete.

Er spielte die Vorstoßvariante und wir kamen zu einem interessanten Spielverlauf. Im Mittelspiel gewann ich durch ständigen Druck den d4-Bauern. Als wir ins Endspiel kamen, brachte mir der Extrabauer leider nicht viel und es kam zu einer Remisstellung. Wir einigten uns auf ein Unentschieden, womit ich zufrieden war.

Der erste Tag endete also mit einem guten Ergebnis für mich.

1. August

    Der zweite Tag des Opens begann um 10:00 Uhr. Zu meiner Überraschung musste ich diesmal gegen meinen Vereinskollegen und Schulschachprofessor Christopher Stadler (1551 Elo) spielen. Ich spielte diese Partie mit Weiß und eröffnete mit e4.

    Christopher antwortete Caro Kann, was mich nicht wunderte, denn ich kenne ihn gut, und wusste, dass er diese Eröffnung wählen wird. Das Mittelspiel war sehr spannend und es kam zu einem Zwei-Springer-Endspiel.

    Christopher, der während der Partie zwei Remisangebote abgelehnt hatte, schlug mir in dieser Position ein Remis vor, was ich dankend annahm.

    Die Schach-Engine sagte mir zwar, dass ich vorne war, aber trotzdem freute ich mich über das Unentschieden.

    Nach meiner Partie gegen Christopher ging ich mit meiner Familie in der Pause ins nahegelegene Schwimmbad, was mir sehr gefiel.

    Nach dem Entspannen im Freibad fing auch schon die 3. Partie des Turniers an. Meine Gegnerin? Ein 11- jähriges Mädchen namens Luisa Lins (1432).

    Nach meiner Caro-Kann-Verteidigung war sie sich unsicher, was sie tun sollte, denn sie stellte zunächst einen Bauern ein und dann durch eine Gabel auf Dame und Springer ihren Springer. Das Einstellen verwunderte mich, denn sie spielte ein gutes Mittel-und Endspiel.

    Luisa gab schlussendlich auf, und ich konnte meinen ersten Sieg bei diesem Turnier erreichen.

    2. August

    Der letzte Tag begann, und ich musste in der vorletzten Partie dieses gut organisierten Turniers gegen Robert Prenner (1625) antreten. Mein Ziel war es, ein Remis gegen ihn zu schaffen, doch wie sich später herausstellte, kam es noch besser. Nach e4 kam von Robert die Sizilianische Verteidung. Eine Eröffnung, mit der ich nicht so gute Erfahrungen gemacht hatte. Mein Gegner spielte eine weniger bekannte Variante, bei der man nach c5 dann d5 spielt, um das Zentrum anzugreifen.

    Wir spielten eine spannende Partie, bis ich meine beiden Türme in der Mitte hatte und kurz darauf einen seiner Bauern gewann. Das Endspiel gewann ich schlussendlich mithilfe des Extrabauern.

    Mit 3 Punkten aus 4 Spielen war ich zu dem Zeitpunkt sehr zufrieden, doch eine Schlacht war noch zu schlagen.

    In der letzten Partie traf ich auf Andreas Huber (1718 Elo) aus Deutschland.

    Ich spielte mit Schwarz mal wieder meine Lieblingseröffnung und er nahm den d5-Bauern.

    Die Partie war im Mittelspiel sehr chaotisch. Ich hatte einen Läufer und Andreas dafür zwei Bauern, und eine meiner Meinung nach bessere Stellung. Ich rechnete viele mögliche Züge, doch kam zu dem Schluss, dass ein Remis mein bestes Outcome wäre.

    Er akzeptierte nach langem Überlegen und so konnte ich mir mit 3.5 Punkten aus 5 Partien ein tolles Ergebnis für das Open sichern.

    Fazit:

    Am Ende landete ich auf dem 9. Platz und konnte mich um 23 Plätze von meinem Startplatz aus gesehen verbessern. Außerdem blieb ich ohne Niederlage, was meine Erwartungen für dieses Turnier weit übertraf.

    Insgesamt hat mir das Turnier, unsere Schachgruppe, und die Erlebnisse außerhalb vom Schachspiel sehr großen Spaß gemacht, und ich möchte mich bei allen bedanken, die das möglich gemacht haben.

    Florian Pfurner berichtet:

    1. Partie: FM Robin Schlichtmann (2134) – Florian Pfurner (1838)

    Weiß eröffnete mit d4, ich spielte daraufhin f5. Weiß spielte darauf etwas für mich Unerwartetes, wodurch ich ungenau spielte, und schon am Anfang in positionelle Schwierigkeiten geriet. Ich hatte zwischendurch eine Chance auf Ausgleich, welche ich aber nicht fand, und somit verlor ich zwangläufig die Partie. Das war eine Lehrstunde in Sachen Eröffnungstheorie und positionellem Verständnis für mich.

    • Partie: Florian Pfurner (1838) – Thomas Rattinger (1956)

    Mit etwas Wut im Bauch versuchte ich in der 2. Runde zurückzuschlagen, und startete mit e4. Daraufhin kam es zur Alapin-Variante in der Sizilianischen Eröffnung, in der ich von Anfang an eine komfortable Stellung erhielt. Ich konnte nach und nach einen Angriff in Richtung Königsflügel starten. Mein Gegner versuchte auf dem Damenflügel dagegenzuhalten, doch aufgrund von ungenauen Zügen seinerseits konnte ich den Damenflügel abriegeln, wodurch das ganze Spiel auf dem Königflügel stattfand. Ich konnte nach und nach Druck aufbauen, nach etwa drei Stunden Spielzeit einen Bauer gewinnen, und in die schwarze Stellung eindringen. Da man in diesem Turnier nach dem 40. Zug keine extra 30 Minuten dazubekam, wurde der Schluss sehr stressig. Ich stand zwar klar auf Gewinn, allerdings machte die Hitze und der dauerhafte Zeitdruck die Sache etwas schwierig. Am Ende konnte ich mich aber durchsetzen und meinen ersten Punkt in diesem Turnier einsacken.

    • Partie: Oleg Maltsev (1996) – Florian Pfurner (1838)

    Vom Vormittag motiviert, ging ich mit einem guten Gefühl in die Nachmittagspartie. Meine erste Partie auf einem Live-Brett. Die Eröffnungszüge waren von beiden Spielern sehr genau, wodurch niemand einen wirklichen Vorteil ergattern konnte. Die Partie wurde auch weiterhin sehr genau gespielt, wodurch sich für keine Seite wirkliche Möglichkeiten ergaben, deshalb einigten wir uns nach etwa 2,5 Stunden auf ein Remis. Für mich war das auch ein großer Erfolg, da mein Gegner etwa 160 Elo mehr hatte.

    • Partie: Florian Pfurner (1838) – Alexander Stadler (2200)

    Als ich auf die Elo-Zahl meines Viertrundengegners blickte, war ich sehr überrascht und auch etwas eingeschüchtert. Allerdings hatte ich Weiß und versuchte das Spiel so lang wie möglich offen zu halten. Es gelang mir sehr gut, aus der Eröffnung zu kommen, mit einem leichten Vorteil für mich. Mein Gegner spielte etwas passiv und rochierte unüberlegt, wodurch ich eine Taktik bekam, in der Folge einige Figuren tauschen konnte, und in ein Endspiel kam, welches zwar ausgeglichen ist, aber einfach für mich zu spielen war. Bei der Analyse sah ich, dass ich zwischenzeitlich klar auf Gewinn gestanden hatte, und zwar aufgrund eines weiteren ungenauen Zuges meines Gegners. Ich konnte die Variante allerdings in der Partie nicht finden.

    Als alle Figuren abgetauscht waren, fand mein Gegner eine Taktik, wodurch meine Stellung auch unangenehm zu spielen war. Allerdings war es immer noch ausgeglichen. Im Endspiel leistete ich mir auch einen Fehler, wodurch ich auf Verlust stand, mein Gegner den entscheidenden Zug aber nicht fand. Ein paar Züge später konnten beide Seiten einen Freibauer kreieren, wonach sich mein Gegner wieder einen Fehler leistete, wodurch ich wieder auf Gewinn stand. Ich fand die entscheidende Idee ein weiteres Mal nicht. Im Anschluss kamen beide Seiten wieder zu einer Dame. Das daraus resultierende Damenendspiel war ausgeglichen und somit endete die Partie in einem Remis. Ich war sehr zufrieden, allerdings war es auch sehr anstrengend. Das war die Partie gegen den am höchsten gewerteten Gegner, gegen den ich je gespielt hatte.

    • Partie: Curt Zimmermann (1938) – Florian Pfurner (1838)

    Von der 4. Runde war ich den ganzen Tag über sehr müde. Kurz gesagt, war ich von Anfang an in der Partie nicht gut. Ich leistete mir Fehler in der Eröffnung und platzierte auch im Rest der Partie meine Figuren nicht gut, wodurch der Druck auf meine Stellung nach und nach größer wurde. Irgendwann fand mein Gegner eine Taktik, nach deren Ausführung ich 2 Züge später aufgeben musste.

    Die letzte Partie war zwar ein kleiner Dämpfer, aber alles in allem war ich sehr zufrieden mit meinem Turnier, ich konnte 30 Elo dazugewinnen.

    Magnus Zanon war extra mit dem Zug aus Wien angereist:

    Das Resümee von meiner Seite hinsichtlich des ersten Kufstein Opens war wie folgt: Mehr kämpfen mit der Hitze als mit den Gegnern, als Mitglied im Club der „Rotschopfatn“ tu ich mir da teilweise leider doch sehr schwer mit den hohen Temperaturen. Da hilfts wohl auch wenig, wenn das Turnierareal ein stickiger Turnsaal ist. Das Motto der Partien war: Schwarz ist chancenlos und leistet kaum Gegenwehr. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei vier Partien zwei Weiß-Siege und zwei Schwarz-Niederlagen zu Buche stehen, mit einer kampflos gewonnenen Partie kurz vor dem Ende. Zu den einzelnen Begegnungen kann ich nur Folgendes sagen. Runde 1 war ein guter Einstand, es lief sehr glatt ab, die Eröffnungswahl meines Gegenübers war günstig für mich, hatte ich mir den Aufbau mit Weiß doch gerade einen Tag zuvor im Detail angesehen. Kurz vor der Aufgabe meines Gegners stellte ich aber die Stellung, die schon komplett gewonnen war, wohl auch auf Grund der längeren Anreise und der Temperaturen, gleich einzügig wieder auf 0,00. Mein Gegenüber revanchierte sich aber Gott sei Dank bald wieder für das Geschenk. Die zweite Partie gegen den indischen GM, der am Tag zuvor unseren Chef Robat bespielen durfte, ging in der gleichen Tonart weiter. Er spielte einen Katalanisch-Aufbau, ich beging früh einen positionellen Fehler, verlor den d5-Bauern, und bald auch die Partie. Somit stand es aus seiner Sicht im Kampf gegen Spieler aus Nußdorf-Debant 2 zu 0. Runde 3 stand im Zeichen der Nervosität und schon vor Spielbeginn im Eindruck der Hoffnungslosigkeit meines Kontrahenten. Florian und ich witzelten vor der Partie etwas, da wir an diesem Abend Brettnachbarn waren, und zeigten uns beide überrascht von den Aussagen des jungen Vorarlbergers „Ich hab eh keine Chance – das geht schnell – ich spiel grad so schlecht“. So war es leider aus seiner Sicht auch. Er schien schon nach fünf Zügen völlig unzufrieden zu sein und machte bald einen gravierenden positionellen Schnitzer. Ab da war es Einbahnstraßenschach und irgendwann brach er unter dem Druck zusammen. Am Sonntagvormittag konnte mein potenzieller Gegner aufgrund einer Bindehautentzündung nicht antreten. Somit sollte ich mich für den Abend und die Finalpartie eigentlich gut ausruhen können. Ganz so war das leider nicht der Fall. Von der Hitze übermannt, und vom Service des italienischen Restaurants, in dem sich unsere Kampftruppe noch stärkte, sichtlich genervt, übermannte mich bald auch noch mein noch jugendlicher Opponent. Zunächst passierte mir ein Fauxpas und ich verwechselte die Zugfolge, sodass er sich schon klaren Vorteil nach 7 Zügen hätte erspielen können. Trotz 45-minütigen Rechnens fand er die schwierige Variante aber nicht und wich zurück in die Main–Line ab. Nun sollte ich eigentlich Vorteil haben, nicht auf die Stellung bezogen, aber auf die Partieanlage, 1:30 h gegen 0:45 h, und eine für mich bekannte Stellung. Allerdings hatte ich ein völliges Blackout und wusste nichts mehr von den Varianten, die ich vor kurzem alle studiert hatte, und spielte eine fürchterliche Partie. So bliebs bei 3/5 bzw. 2/4 und vielen durchgeschwitzten T-Shirts.

    Christopher Stadler erzählt aus seiner Sicht:

    Mein Ziel für das Turnier war es, ähnlich wie bereits in Bad Ischl, um die vorderen Plätze im B-Turnier mitzuspielen. Leider konnte ich dieses Vorhaben nicht vollständig umsetzen.

    In der ersten Runde traf ich auf Florian Eschbauer, einen etwas älteren und erfahrenen Spieler ohne Elo-Wertung, der jedoch bereits seit vielen Jahren Schach spielt. In der Hitze von Kufstein gelang es mir nie, mir einen nachhaltigen Vorteil zu erspielen. Stattdessen musste ich mich vor allem um den gefährlichen Freibauern meines Gegners kümmern. Nachdem ich diesen schließlich gewinnen konnte, entstand ein Endspiel mit jeweils zwei Bauern und einem Springer pro Seite. Da die Stellung ausgeglichen war, einigten wir uns auf ein Remis.

    In der zweiten Runde kam es zum vereinsinternen Duell gegen Simon. Partien gegen Vereinskollegen sind stets unangenehm, da man die Spielweise des anderen sehr gut kennt. Nach zahlreichen frühen Abtauschoperationen entstand ein Endspiel, das für mich zunächst vielversprechend aussah. Während der Partie musste ich jedoch erkennen, dass meine Einschätzung der Stellung zu optimistisch gewesen war und ich plötzlich selbst um den Ausgleich kämpfen musste. Am Ende endete auch diese Begegnung mit einem Remis.

    Nach zwei Runden und nur einem Punkt waren die Chancen auf den Turniersieg bereits vorbei. Mein Fokus verlagerte sich daher darauf, zumindest keine Elo-Punkte zu verlieren.

    In der dritten Runde gelang es mir, einen Fehler meines Gegners konsequent auszunutzen und die Partie relativ schnell für mich zu entscheiden.

    In Runde vier wartete mit Konrad Gruber ein Spieler auf mich, der etwa meiner Spielstärke entsprach. Ich kam gut aus der Eröffnung und konnte ein ungenaues Spiel meines Gegners nutzen, um den wichtigen d-Bauern zu gewinnen. In weiterer Folge setzte ich meinen Gegner unter starken Druck und zwang ihn zu einer passiven Verteidigung. Nach einer Ungenauigkeit von meiner Seite sah es kurzzeitig so aus, als könnte Konrad Gegenspiel entwickeln. Letztlich unterlief ihm jedoch ein entscheidender Fehler, den ich ausnutzen und die Partie gewinnen konnte.

    Mit 3 Punkten aus 4 Runden durfte ich mir somit wieder Hoffnungen auf eine Platzierung unter den besten fünf machen. Dafür war jedoch ein Sieg in der Schlussrunde gegen Rafael Rastbichler notwendig.

    Zum ersten Mal im gesamten Turnier behandelte ich mein Eröffnungsrepertoire ungenau und gab mit den weißen Steinen den anfänglichen Vorteil früh aus der Hand. Als ich die Stellung zunehmend schlechter verstand, entschied ich mich zudem für einen falschen Plan, wodurch ich in eine klar verlorene Position geriet. Zwar versuchte ich noch lange Zeit, meinem Gegner praktische Probleme zu stellen und die Partie kompliziert zu halten, doch Rafael verteidigte sich souverän und brachte den Sieg sicher nach Hause.

    Mit insgesamt 3 Punkten aus 5 Runden konnte ich immerhin ein kleines Elo-Plus erzielen. In der Endtabelle verbesserte ich meinen Startrang von Platz 19 auf Platz 13. Dennoch bin ich mit meiner Turnierleistung und insbesondere mit der Art und Weise, wie ich die letzte Runde gespielt habe, nicht zufrieden. Positiv bleibt jedoch, dass ich wertvolle Erfahrungen sammeln und einige wichtige Erkenntnisse für zukünftige Turniere mitnehmen konnte.

    Robert Oberbichler will diesmal nicht viel sagen,

    außer, dass er sich sehr gefreut hat, mit lieben Vereinskollegen ein interessantes Schachwochenende in der Hitze der Stadt Kufstein verbracht zu haben. Er möchte sich auch ausdrücklich und herzlich für die aktive Beteiligung an der Berichterstattung bedanken! Es folgt ein zusammenfassender Bericht, der in exakt dieser vorliegenden Form an den Osttiroler Boten gesendet wurde. Überschneidungen mit den oben stehenden persönlichen Berichten sind nicht beabsichtigt, aber möglich:

    Zu seinem 100-jährigen Jubiläum lud der Schachklub Kufstein vom 31. Juli bis zum 2. August zu einem 5-rundigen Open in zwei Gruppen ein. Der Kufsteiner Schachverein ist einer der ältesten Schachvereine Tirols. Als ältester noch aktiver Schachverein gilt der Schachklub Hall in Tirol, der 1923 gegründet wurde.

    Unter die 115 Teilnehmer aus acht Nationen mischten sich auch sechs Mitglieder des SV Nußdorf-Debant. Während Christopher Stadler, Konstantin Stadler und Simon Stocker in der B- Gruppe teilnahmen, versuchten sich Florian Pfurner, Magnus Zanon und Robert Oberbichler im A-Bewerb. Die Setzrangliste des A-Bewerbes wurde von Großmeister Igor Glek aus Belgien angeführt, gefolgt vom Internationalen Meister Anwesh Upadhyaya aus Indien und den Brüdern Stöttner aus Deutschland. Gespielt wurden fünf Runden im Schweizer System.

    Im B-Bewerb gelang Christopher Stadler mit zwei Siegen und zwei Remisen eine Verbesserung des Startranges um sechs Plätze (13. Endrang). Außerdem heimste er 26 internationale Elopunkte ein. Sein Sohn Konstantin konnte leider nicht ganz fit an den Start gehen. Gepaart mit der derzeit allseits vorherrschenden Hitze ließ diese Kombination keine großen Sprünge für den 10-Jährigen zu. In hervorragender Spiellaune zeigte sich hingegen der 14-jährige Simon Stocker. Mit drei Remisen und zwei Siegen, dem hervorragenden 9. Endrang (Startrang 32) bei 43 Teilnehmern und einem satten Eloplus von 68 Punkten verließ er ungeschlagen die Festungsstadt.

    Im A-Bewerb gelangen vor allem Florian Pfurner einige sehr starke Partien gegen höher eingestufte Spieler. Einer Auftaktniederlage gegen den deutschen Fidemeister Robin Schlichtmann ließ er einen schönen Angriffssieg gegen Thomas Rattinger (Elo 1956) und zwei Remisen gegen Oleg Maltsev (Elo 1996) und Alexander Stadler (Elo 2200) folgen. Die Schlussrunde ging für Florian gegen Curt Zimmermann zwar verloren, doch kann er auf ein Eloplus von 30 Punkten verweisen. Der wertungsstärkste Nußdorf-Debanter Spieler, Magnus Zanon, spielte in etwa in seiner Erwartung und erreichte den guten 16. Endrang (Startrang 17). Robert Oberbichler hatte die Ehre, in der ersten Runde, wenn auch wenig erfolgreich, gegen den Internationalen Meister Anwesh Upadhyaya zu spielen, und verlor am folgenden Tag auch die zweite Partie. Mit zwei Remisen und einem Sieg in den folgenden Partien erreichte er den 43. Endrang (Startrang 37). Den Gesamtsieg holte sich Großmeister Igor Glek hauchdünn vor dem Internationalen Meister Anwesh Upadhyaya, gefolgt von einer Gruppe von sechs Spielern mit einem halben Punkt Rückstand.

    Bilder: Florina Cadariu

    Alle Ergebnisse: https://s3.chess-results.com/tnr1324829.aspx?lan=0&SNode=S0

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