Bild: Österreichischer Schachbund

Die diesjährigen U14-Staatsmeisterschaften fanden vom 4. bis 7. Juni im JUFA Fürstenfeld statt. Für den Schachklub Nußdorf-Debant ging mit Markus Amon ein Kärntner Landesmeister an den Start und stellte sich damit erstmals der starken nationalen Konkurrenz. Mit einer internationalen Elozahl von 1653 war er auf Startrang 25 von 31 Teilnehmern gesetzt. Neben ihm vertrat auch Andreas Zebedin (1717 Elo, Startrang 18) Kärnten bei diesem hervorragend besetzten Turnier.

Der Auftakt verlief für Markus noch nicht nach Wunsch: In der ersten Runde traf er mit Weiß auf Florian Schinwald (1758) und musste sich nach einer langen, intensiven Partie geschlagen geben. Unbeeindruckt von der Auftaktniederlage schlug er noch am selben Abend eindrucksvoll zurück und feierte mit Schwarz einen überzeugenden Sieg gegen Mario Rella (1747).

Dank einer hervorragend vorbereiteten Italienischen Eröffnung gelang ihm am nächsten Morgen gleich ein weiterer Sieg, diesmal gegen Tobias Gartner (1760). Zwei Punkte aus drei Partien, ein starker Zwischenstand gegen durchwegs höher eingeschätzte Gegner.

In Runde 4 wartete mit Johannes Aichinger (1951) ein absoluter Topspieler auf ihn. Nach einer Spanischen Eröffnung geriet Markus früh unter Druck und musste sich schließlich geschlagen geben. Dass sein Gegner am Ende des Turniers den hervorragenden 5. Platz belegte und sich für Europa- bzw. Weltmeisterschaft qualifizierte, unterstreicht die Qualität dieser Begegnung.

Doch Markus ließ sich auch von diesem Verlust nicht beirren. Mit großem Kampfgeist und Geduld erspielte er sich in Runde 5 gegen Jannis Schwarz (1354) seinen dritten Punkt. Sein Gegner hielt lange dagegen, obwohl die Stellung bereits klar zugunsten von Markus entschieden war.

Ein besonderes Highlight war die sechste Runde: In einer erneut strategisch geprägten Spanischen Partie entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf auf hohem Niveau. Nach 32 ausgeglichenen Zügen bot Jim Seikmann (1896) Remis an, was Markus ohne langes Zögern annahm. Erst im Nachhinein zeigte sich, dass ein genauerer Blick einen Bauerngewinn offenbart hätte – ein kleiner, aber wertvoller Lernmoment auf diesem Niveau.

In der Schlussrunde stand Markus schließlich seinem Elo-stärksten Gegner gegenüber, Niklas Keller (1949). Wieder entstand aus der Spanischen Eröffnung heraus ein ausgeglichenes Mittelspiel mit leichtem Vorteil für Weiß. Somit wurden alle drei Live-Partien von Markus mit Spanisch eröffnet. Einige kleine Ungenauigkeiten entschieden die Partie letztlich zu Gunsten seines Gegners.

Mit insgesamt 3,5 Punkten aus 7 Partien belegte Markus Amon den sehr respektablen 16. Gesamtrang. Der Startrang wurde damit gleich um 9 Plätze verbessert. Gekrönt wurde die starke Turnierleistung zusätzlich dadurch, dass Markus bester Kärntner Teilnehmer wurde! Andreas Zebedin erreichte mit 3 Punkten den 21. Platz.

Bild: Klemens Mascher

Für Markus war es eine beeindruckende Premiere auf nationaler Bühne, geprägt von Kampfgeist, Mut und sichtbar wachsender Spielstärke. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle seinem Trainer Klemens Mascher, der ihn mit großem Engagement und Fachwissen tatkräftig unterstützt.

Bericht: Hannes Amon

Alle Ergebnisse: https://s2.chess-results.com/tnr1332487.aspx?lan=0&art=0&SNode=S0

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