SV Nußdorf – Debant 1 setzt sich gegen Askoe Finkenstein 2 deutlich mit 6,5 zu 1,5 durch

Über Mannschaftserfolge zu berichten, bei denen keine einzige Partie verloren geht, ist immer eine besondere Freude. Über die am gestrigen Samstag gespielten Partien lässt sich außerdem mit Fug und Recht sagen, dass keine einzige Stellung auch nur eines unserer Teammitglieder während der gesamten Spielzeit schlechter oder kritisch gewesen wäre. Und so lautete die Frage: Sieg oder Remis? Der Fairness halber soll aber nicht verschwiegen werden, dass wir auf allen Brettern mehr oder weniger deutlich an Elo überlegen waren.

Beginnen wir mit „Legionär“ Didi.

Zu diesem Zeitpunkt ist Didi noch nicht wirklich in der Partie drin. Woran man das erkennt? Die Schirmkappe fehlt(noch)! Etwas später wird Didi seine geliebte Kopfbedeckung aufsetzen und sich auf die Suche nach dem „Flow“ begeben. Viel später dann wird er auch die Partie gewinnen, in der er, strategisch sehr geduldig, seine Figuren deutlich aktiver positionieren konnte als sein Gegner Marcel Liotta. Nach fünf Stunden und zehn Minuten hatte Didi endgültig bewiesen, das passive Stellungen häufig „brechen“, und damit den Schlussstrich unter die Mannschaftsbegegnung gesetzt.

Begonnen hatte aber alles mit einem Sieg auf dem Achterbrett.

Rafaela Theurl konnte sich recht rasch gegen ihren jungen Gegner Gabriel Zollner durchsetzen. Ganz besonders für den „Kleinen“ sollte es noch ein langer Nachmittag werden, kam er doch häufiger am Brett 2 vorbei, auf dem die längste Partie gespielt wurde, betrachtete die Situation, schüttelte alsbald den Kopf und drehte wieder ab. Für Zuschauer können Partien „ewig“ dauern, die Spieler selbst haben während der Partie eine völlig andere Zeitwahrnehmung, wie viele Aktive bestätigen.

Auf den Brettern 5 und 6 schienen aussichtsreiche Stellungen für die heimischen Spieler erreicht worden zu sein, aber gewinnt man sie auch?

Raphael Meier – gegen Wilhelm Kucher- und Robert Oberbichler – gegen Stefano D Incecco. Das Endergebnis ist in beiden Fällen ein Remis.

Am Spitzenbrett duellierten sich diesmal „unser Doktorchen“ HR Dr. Paul Meyer und der Schwabe David Blank.

Blank reagierte auf Pauls 1.e4 mit dem eher selten gespielten Skandinavisch. Paul, immer auf der Suche nach aktivem Spiel, stellte in der Folge ungleiche Materialverhältnisse her, indem er eine Leichtfigur für drei Bauern gab. Auf Dauer bewies Blank jedoch mittels sehr geschickter Verteidigung, dass seine Stellung den Angriffsversuchen des Osttirolers sehr wohl standhalten konnte – Remis!

Gewinnen konnte aber ein anderer Nußdorfer Spieler, nämlich Andi Amon.

Andi, der es mit Raphael Jernej zu tun bekommen hatte, bewies wieder gewohnt gute Form und gewann in überzeugender Manier. Außerdem beschenkte er den Verein mit „einem Sack voll“ Kugelschreibern, schönen Kaffeetassen mit Untertassen und Trinkgläsern, alle versehen mit dem Schriftzug unseres Vereines und einem QR – Code, der zu eben dieser Homepage führt, auf der Sie sich gerade befinden. Vielen Dank!

Auch Christof Oberdorfer konnte sich in die diesmal erfreulich lange Liste der Sieger eintragen.

Christof gewinnt ein technisches Endspiel gegen David Sereinig. Auf Nachfrage bestätigte er nach der Partie, seine Pläne ad acta legen zu wollen, ein Buch darüber zu schreiben, wie man eine gewonnene Partie nicht gewinnt, und das ist gut so!

Last but not least wollen wir noch über den vollen Erfolg Michael Plössnigs berichten, der dem Finkensteiner Boris Gallob gegenübersaß.

Michael war schon bei seiner Ankunft sichtlich gut gelaunt, fand er doch auf dem Dach unseres Vereinslokales stehend einen überdimensionalen roten Sessel vor, Werbesymbol eben jener Firma, bei der Michael auch arbeitet, deren Namen hier aber nicht genannt werden soll. Eine Erwähnung auf unserer illustren Seite muss man sich nämlich verdienen! Jedenfalls konnte Michael seinen dritten Sieg in dieser Saison einfahren und hält nun, bei nur einer Niederlage, bei starken 4,5 Punkten aus sieben Partien.

In der Tabelle konnten wir mit unserem vollen Erfolg „Die Klagenfurter 1“ überholen, die ihre Begegnung mit Kötschach – Mauthen 1 mit 3 zu 5 verloren geben mussten, und belegen nun den dritten Rang. Zwei Runden sind noch ausständig.

Bericht: Robert Oberbichler

Bilder: Manfred Niederwieser

Alle Ergebnisse: https://chess-results.com/EingabeMeisterschaft.aspx?lan=0&tnr=1234382&SNode=S1

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