Ausgezeichnete Leistung unserer zweiten Mannschaft
Am 28.2. machte sich unsere zweite Mannschaft auf den Weg nach Spittal. Unser Weg führte uns von Nikolsdorf über Debant und durchs Mölltal nach Spittal. Auf der Fahrt war die Stimmung hervorragend. Man konnte sogar ein leises – oder nicht so leises – „Wir wollen 0:4 gewinnen!“ – vernehmen. Es ist nun nicht mehr klar, von wem dieser Ausspruch kam, möglicherweise aber von mir.
Der Weg durchs Mölltal war dann doch länger als erwartet, und so kamen wir erst um 14:50 Uhr in Spittal an. Der Gegner hieß in dieser Runde Spittal 4. Im selben Raum spielte außerdem Spittal 3 gegen Lienz.
Zu den Partien: Auf Brett 1 spielte Zang Yuran gegen mich, auf Brett 2 Markus Amon gegen Matthias Mantlberger, auf Brett 3 Luca Staudacher gegen Simon Stocker und auf Brett 4 Konstantin Stadler gegen Levan Pitshkelauri.
In der Eröffnung wollte ich gleich aktiv spielen und mich nicht zu defensiv aufbauen. So entschied ich mich dazu, den Läufer statt von e7 nach d6 zu spielen, was in dieser Situation sofort zu einer Springergabel führte. Die einzige richtige Verteidigung war es, den Läufer wieder zurück aufs Startfeld zu ziehen, damit mein Bauer auf g7 gedeckt wird. Eine denkbar schlechte Eröffnung. Also floh ich ein erstes Mal vom Brett, um zu sehen, ob es den anderen Spielern unserer Mannschaft besser ergangen war.
Markus hatte bereits einen Bauern gewonnen, Simon versuchte eine komplizierte Stellung aufs Brett zu bringen, in der noch alle Figuren im Spiel waren, und Konstantin war schon mitten in einem Bauernsturm ohne Gegenspiel des Gegners. Positiv eingestimmt von dem, was ich da gesehen hatte, musste ich mich wohl oder übel wieder an mein Brett setzen, da ich hinter mir die Uhr klicken hörte.

Der Druck meines Gegners wurde in dieser Phase immer größer, und ich musste einzige Verteidigungszüge finden. Der gegnerische Läufer hinderte mich daran, meinen König in Sicherheit zu bringen. Einige Zugwiederholungen und Figurenverbesserungen später war meine Lage nicht mehr ganz so traurig. Ein zweiter Ausflug zu den Nachbarbrettern stand an.
Markus hatte inzwischen einen Freibauern in der Mitte und versuchte, die letzten Figuren vom Brett zu nehmen. Simon konnte einen Bauern bis nach g3 bringen und dort halten. Auch Konstantin hatte einen Bauern auf h6 bei geöffneter Königsstellung. Alles sah soweit gut aus – nur auf meinem eigenen Brett war das nicht der Fall.

In weiterer Folge versuchte Yuran einen Bauernsturm, welcher dem Läufer die Diagonale versperrte. Diese Chance nutzte ich und konnte meinen König endlich in Sicherheit bringen. Zuvor musste ich einen Springer für einen Bauern geben. Nun, da mein König einigermaßen sicher war, versuchte ich trotz Materialrückstandes aktiv zu spielen. Mir gelang es, die Damen abzutauschen, und weitere Abtäusche zu vermeiden. Mit einer Springergabel gewann ich eine Qualität. Mit meinen beiden Türmen besetzte ich die c-Linie und drohte, auf c1 matt zu setzen. Das zwang meinen Gegner in die Defensive, da er das Mattfeld gedeckt halten musste.

In der Zwischenzeit setzte zuerst Simon matt, und dann gab Levan, Konstantins Gegner, mit dem Matt vor Augen auf. Markus konnte alle Figuren abtauschen und setzte seine Bauern in Bewegung. Bei mir entwickelte sich ein langes Hin und Her mit Zugwiederholungen und leichten Figurenbewegungen. Als Markus’ Gegner aufgab, bot ich in ausgeglichener Stellung mit zwei Türmen gegen Turm, Springer und Läufer Remis, was mein Gegner bald darauf annahm.
Die Mannschaft setzte sich also mit 0,5 : 3,5 gegen Spittal 4 durch. Stolz auf unser Ergebnis traten wir dann wieder die Heimreise an.
In der Tabelle liegt die Mannschaft nach dieser Runde mit nur einem Punkt Rückstand auf Feistritz – Paternion auf dem hervorragenden 2. Platz. Zwei Runden sind noch ausständig.
Bericht und Bilder: Christopher Stadler
Alle Ergebnisse: https://chess-results.com/EingabeMeisterschaft.aspx?lan=0&tnr=1234385&SNode=S2
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